Minderheitenrat zu Besuch beim Bundespräsidenten im Schloss Bellevue

“Minderheitenpolitik ist Friedenspolitik – Dies muss auch in der Öffentlichkeit bewusster wahrgenommen werden!”
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den Vetretern der vier nationalen Minderheiten © Minderheitenrat

Heute Nachmittag traf sich der Minderheitenrat der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Deutschland mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu einem ersten Gespräch im Schloss Bellevue in Berlin. Der Zentralrat, der die deutschen Sinti und Roma im Minderheitenrat repräsentiert, wurde vom Vorsitzenden Romani Rose, seinem Stellvertreter Oswald Marschall und dem Vorstandsmitglied Carmen Marschall vertreten. Begleitet wurde der Minderheitenrat vom Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB.

Romani Rose appelierte angesichts des zunehmenden Populismus und der insbesondere im gegenwärtigen Wahlkampf wieder zu beobachtenden Hetze gegen Minderheiten an den Bundespräsidenten den Antiziganismus ebenso wie den Antisemitismus öffentlich zu ächten und sich dafür einzusetzen, dass dieses Thema einen höheren Stellenwert auf der politischen Agenda bekommt.

Bundespräsident Steinmeier versprach im Laufe seiner Amtszeit alle Minderheiten zu besuchen und die Minderheiten in der Öffentlichkeit mehr zu präsentieren. Unter anderem sicherte er zu, dass in Zukunft die Minderheiten beim jährlichen Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue fest einbezogen werden.

Der Minderheitenrat veröffentlichte anlässlich dieses Gesprächs eine Pressemitteilung, die hier abgerufen werden kann.