Neue Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zur Datenerhebung

Fachveranstaltung „Diskriminierung sichtbar machen“ Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Am 15. Oktober 2018 stellte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes seine neue Studie „Erhebung von Antidiskriminierungsdaten in repräsentativen Wiederholungsbefragungen – Bestandsaufnahme und Entwicklungsmöglichkeiten“ im Rahmen eine Fachkonferenz vor.

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma brachte seine Expertiese zum Thema Datenerhebung im Rahmen der Erarbeitung der Studie in einer Fokusgruppengespräche ein und bekräftigte seine kritische Position noch einmal im Podiumsgespräch.

Diskutiert wurde auf der Veranstaltung, ob die vorhandenen Erhebungsinstrumente geeignet sind, um Personengruppen mit hohem Diskriminierungsrisiko entlang aller im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz genannten Merkmale statistisch sichtbar zu machen. Die Studie als auch die Podiumsdiskussion widmete sich den Grundsätzen, welche bei der Erhebung von Antidiskriminierungsdaten aus Sicht der Zivilgesellschaft beachtet werden müssen.

Die neue ADS-Studie liefert einen Überblick darüber, welche diskriminierungsrelevanten Inhalte in bundesweit repräsentativen Wiederholungsbefragungen enthalten sind. Darauf aufbauend werden Datenlücken aufgezeigt und Vorschläge präsentiert, welche Weiterentwicklungen für eine Diskriminierungsberichterstattung, die dem Schutzanspruch des AGG entspricht, notwendig wären.

Aus Sicht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes muss es das Ziel sein, dass diese großen Befragungen mit gutem Beispiel vorangehen und eine Art AGGMainstreaming vorgenommen wird, um die Vielfalt in unserer Gesellschaft adäquat abbilden zu können.