Präsident des Bundeskriminalamtes Holger Münch zu Besuch im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

BKA-Präsident Holger Münch und Romani Rose in der ständigen Ausstellung des Dokumentationszentrums zum Völkermord an den Sinti und Roma © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Am heutigen Freitag, den 12. Januar 2018 besuchte der Präsident des Bundeskriminalamtes Holger Münch den Zentralrat und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. Die Initiative zu dem Besuch ging von BKA-Präsident Holger Münch aus, der den von seinem Vorgänger Jörg Ziercke aufgenommenen konstruktiven Dialog des BKA mit dem Zentralrat fortführen will. Im Anschluss an die Führung durch die ständige Ausstellung zum Völkermord an den Sinti und Roma in Europa durch den Vorsitzenden des Zentralrats, Romani Rose, erörterten BKA-Präsident Münch und Romani Rose in einem ausführlichen Gespräch aktuelle Herausforderungen, vor denen Sinti und Roma als nationale Minderheit und das BKA stehen.

Holger Münch sagte: „Als Eckpfeiler des demokratischen Rechtsstaats ist es Pflicht der Polizei, Minderheiten zu schützen und gegen Diskriminierung vorzugehen. Dies gilt insbesondere in Zeiten, in denen Populismus und rechte Gewalt in Deutschland zugenommen haben. Daher ist mir der heutige Besuch und der damit verbundene Austausch auch ein besonderes Anliegen gewesen.“

Romani Rose verwies auf das gute Verhältnis zum BKA, nachdem dessen früherer Präsident Jörg Ziercke die umfangreiche Aufarbeitung der BKA-Geschichte initiiert hatte und bezeichnete es als vertrauensstärkendes Signal, dass BKA-Präsident Holger Münch das Dokumentations- und Kulturzentrum in Heidelberg besucht: „Durch seinen Besuch macht BKA-Präsident Münch deutlich, dass er nach der Aufarbeitung der Geschichte des BKA den eingeschlagenen positiven Weg fortführen will. Das demokratische Selbstverständnis des Bundeskriminalamtes ist zentral für unsere Wertegemeinschaft und unsere Demokratie und damit wichtige Voraussetzung für den rechtsstaatlichen Umgang mit Minderheiten. Damit setzt das BKA ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, ein Zeichen, das angesichts der aktuellen Entwicklungen in Deutschland notwendig ist“, so Rose weiter.

Holger Münch und Romani Rose vereinbarten die Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit von BKA und Zentralrat im Bereich der Aus- und Fortbildung von Polizeibeamten  und Beschäftigten des BKA, um die besondere Situation von Sinti und Roma als festen Bestandteil der deutschen Gesellschaft zu vermitteln.

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