Thüringen schützt Gräber von verfolgten Sinti und Roma

Die Gräber von Sinti und Roma, die Opfer nationalsozialistischer Gewalt wurden, sollen in Thüringen dauerhaft erhalten bleiben. Darauf verständigte sich das rot-rot-grüne Kabinett am Dienstag in Erfurt. «Wir wollen diese Ruhegarantie geben», sagte Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff von der Partei Die Linke. Die Kommunen sollten diese Aufgabe übernehmen. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat im Rahmen seiner seit 2004 andauernden Verhandlungen mit Bund und Ländern zum Erhalt der Grabstätten NS-verfolgter Sinti und Roma in der Sache auch mehrere Gespräche mit Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geführt.

Am 22. Okotber 2015 vereinbarte Ministerpräsident Bodo Ramelow in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, den Abschluss einer gemeinsamen Erklärung über die künftige Zusammenarbeit des Freistaates Thüringen mit dem Zentralrat in allen die Thüringer Sinti und Roma betreffenden Angelegenheiten, der 2017 unterzeichnet werden wird. Inhalt der Vereinbarung sollen auch der Erhalt und der Schutz der in Thüringen liegenden  Grabstätten von im Nationalsozialismus verfolgten Sinti und Roma als Familiengedächtnisstätten und öffentliche Gedenkorte sein.

 

 

 

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