Fachgespräch: Die Ethik des Filmemachens: von, mit oder über Sinti und Roma

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Datum
21.02.2018
14:00 - 17:00 Uhr

Veranstaltungsort
Bayerische Vertretung in Berlin
Behrenstraße 21/22
10117 Berlin


1. Antiziganismus und Film

Auf dieser ersten internationalen Tagung werden sich Filmschaffende, Wissenschaftler und Repräsentanten der Minderheit mit den unterschiedlichen Facetten des Antiziganismus im Film auseinandersetzen.  Im Fokus steht dabei die Ethik des Filmemachens: „Ohne moralische Haltung ist das Filmemachen wertlos“, überschreibt Peter Nestler seinen einleitenden Vortrag.

Das Bild des „Zigeuners“ ist im Medium Film von Beginn an präsent und produziert und reproduziert die Stereotype und Vorurteile, die etwa in der Literatur seit Jahrhunderten wirksam sind.  Die wissenschaftliche Beschäftigung mit Antiziganismus und Film ist bisher mehr als randständig geblieben. Eine systematische Analyse, die insbesondere die Entwicklungen des europäischen Kinos der letzten zehn Jahre einschließt, liegt in weiter Ferne.

Die internationale Tagung soll dazu beitragen, Grundlagen zu schaffen, auf dessen Basis sich die Antiziganismusforschung sowie die Filmwissenschaften kritisch mit den Themen „Roma” und „Antiziganismus” im Film aus verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen können. Es sollen die Mechanismen des Mediums Film aufgezeigt werden, um den überfälligen Perspektivwechsel zu beginnen, durch den sich Sinti und Roma als Subjekte darstellen und wahrgenommen werden können.

2. Programm 21.02.2018: Fachgespräch 

Fachgespräch: Die Ethik des Filmemachens: von, mit oder über Sinti und Roma
Datum: 21. Februar 2018, 14 – 17 Uhr
Veranstaltungsort: Bayerische Vertretung in Berlin, Behrenstraße 21/22, 10117 Berlin
Anmeldung: Anmeldung bis 15. Februar, eine namentliche Anmeldung ist zwingend für den Einlass in die Bayerische Vertretung notwengi. 

2017 wurden eine Reihe aktueller Filme, die zum Teil aus Steuergeldern über die Filmfördereinrichtungen finanziert und in den öffentlich-rechtlichen Anstalten gesendet wurden, massiv kritisiert aufgrund ihrer antiziganistischen Inhalte.  Die Auftaktveranstaltung in der Bayerischen Landevertretung wird den ethischen Dimensionen im Verhältnis von Filmemachen und Minderheit nachgehen. Das Eingangsstatement gibt Peter Nestler, der schon 1970 in seinem Dokumentarfilm „Zigeuner sein“ den verschwiegenen und verleugneten NS-Völkermord an den Sinti und Roma thematisierte und den Überlebenden eine Stimme gab.

Begrüßung
Dr. Ralf-Dieter Jungk, Bayerische Vertretung in Berlin
Romani Rose, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

Gespräch am runden Tisch 
Moderation: Heleen Gerritsen, GoEast Festival
Eingangsstatements
Peter Nestler: Ohne moralische Haltung ist das Filmemachen wertlos
André Raatzsch: Ethik und Film
Kommentare und Reaktionen von Teilnehmenden
Erstes Resümee: Anforderungen an eine Ethik des Filmemachens
Empfang im Lichthof

 

3. Anmeldung

Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 15. Februar. Eine Konferenzgebühr wird nicht erhoben, jedoch können auch keine Fahrt- oder Unterkunftskosten erstattet werden. 

Ein Online-Anmeldeformular finden Sie hier>>
Fragen bitte an: zentralrat@sintiundroma.de

 

4. Veranstalter und Förderer

Eine gemeinsame Veranstaltung des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, der Gesellschaft für Antiziganismusforschung und des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma in Kooperation mit der Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg und dem goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films. Gefördert wird die Veranstaltung von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie Leben!“, der Landeszentrale für politische Bildung Berlin, der Freudenberg Stiftung und der Antonio Amadeo Stiftung.

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