Romani Rose empfängt Ulrich Commerçon im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion im Saarland, Ulrich Commerçon, hat sich in Heidelberg mit Romani Rose, dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Diana Bastian, der Vorsitzenden des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Saarland, getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der Schutz von Sinti und Roma und der Kampf gegen Antiziganismus. 

Ein Thema war dabei auch die Änderung der saarländischen Landesverfassung. Das Saarland hat den Kampf gegen Antiziganismus darin ausdrücklich als Staatsziel verankert. Für Commerçon ist das nicht nur ein Bekenntnis aus historischer Verantwortung, sondern ein Auftrag für die Gegenwart. 

 

Ulrich Commerçon erklärt: 

„Das Gespräch mit Romani Rose hat mir noch einmal sehr deutlich gemacht, wie eng Erinnerung und Gegenwart miteinander verbunden sind. Wir tragen eine besondere Verantwortung gegenüber Sinti und Roma. Diese Verantwortung ergibt sich aus den Verbrechen des Nationalsozialismus, aber sie endet nicht mit dem Erinnern. Antiziganismus und Ausgrenzung gibt es auch heute. Das haben wir letztes Jahr auch bei uns im Saarland erlebt, als das Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma im Echelmeyerpark in Saarbrücken geschändet wurde. Deshalb war uns wichtig, dass wir den Kampf gegen Antiziganismus im April dieses Jahres in unserer Landesverfassung verankert haben. Entscheidend ist aber, dass dieser Anspruch auch im Alltag gilt: Minderheiten müssen darauf vertrauen können, dass der Staat sie schützt und dass wir Diskriminierung nicht hinnehmen.“ 

 

Wie aktuell das Thema ist, zeigen auch die jüngsten bundesweiten Zahlen. Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus dokumentierte für 2025 insgesamt 2.076 antiziganistische Vorfälle und damit 24 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Im Anschluss an das Gespräch besuchten Rose, Commerçon und Bastian gemeinsam die ständige Ausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma. Sie dokumentiert die Geschichte der Sinti und Roma und insbesondere ihre systematische Verfolgung und Ermordung im Nationalsozialismus.

 

Romani Rose erklärt:

„Der Besuch des Fraktionsvorsitzenden der SPD, Ulrich Commerçon, war für uns ein Ausdruck von Solidarität mit unserer Minderheit, gegenüber dem erschreckenden Anwachsen von Antiziganismus. Ich habe der Landesregierung des Saarlandes dafür gedankt, dass sie in ihrer Verfassung, den Schutz unserer Minderheit fest verankert hat.“

 

Diana Bastian erklärt:

„Der gemeinsame Besuch mit Ulrich Commerçon, dem Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion im Saarland, beim Zentralrat und im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma hat mich sehr gefreut. Mein herzlicher Dank gilt Romani Rose und Ulrich Commerçon für das offene, wertschätzende Gespräch. Dieser Besuch unterstreicht das gemeinsame politische Engagement aller Beteiligten für die historische Verankerung des Schutzes vor Antiziganismus in unserer Saarländischen Landesverfassung. Für diesen wichtigen Meilenstein möchte ich mich herzlichst bedanken.“