Romani Rose und ZDF-Fernsehratsvorsitzende Gerda Hasselfeldt für mehr Sensibilität in der medialen Berichterstattung

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und die Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, Gerda Hasselfeldt, sind zu einem Gespräch über Antiziganismus in Mainz zusammengekommen.

Anlass für das Gespräch war, dass der Zentralrat den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf die Ausgrenzung und Stigmatisierung der Angehörigen unserer Minderheit durch Stereotype und Klischees in der medialen Berichterstattung hinweisen wollte.

Die deutschen Sinti und Roma haben eine sechshundertjährige deutsche Geschichte und sind Staatsbürger dieses Landes.

Der Zentralrat hat kein Verständnis, wenn jetzt wieder bei Angehörigen unserer Minderheit ihre deutsche Staatsbürgerschaft mit dem Hinweis auf ihre Abstammung in Frage gestellt wird.

Der Vorsitzende, Romani Rose, betont, dass das Herausstellen der Abstammung antiziganistische Vorurteile bediene und Sinti und Roma im gesellschaftlichen Leben, bei der Arbeitssuche, auf dem Wohnungsmarkt und in den Bildungseinrichtungen ausgrenze.

Gerda Hasselfeldt versicherte, dass es Ziel ist, Journalistinnen und Journalisten für eine diskriminierungsfreie Sprache und Darstellung weiter zu sensibilisieren.

Beide Seiten verständigten sich darauf, den begonnenen Austausch fortzusetzen.