Rückblick auf die Frankfurter Buchmesse

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Podiumsdiskussion im „Weltempfang“. Die Literaturwissenschaftlerin Dr. Beate Eder-Jordan, die Leiterin des Drava-Verlags Erika Hornbogner und der Roma-Schriftsteller Ruždija Sejdović diskutieren über „Die Literatur von Sinti und Roma – in Deutschland und in der Welt“. © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
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Nizaqete Bislimi präsentierte am 19. Oktober ihr Buch „Durch die Wand – von der Asylbewerberin zur Rechtsanwältin“ am Stand. © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
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Samuel Mago (rechts) war am Sonntag zu Gast am Stand und stellte den mit seinem Burder Károly veröffentlichten Erzählband »glücksmacher – e baxt romani« vor. © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
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Staatsminister Michael Roth (links) informierte sich am Samstag über die europäische Literatur der Sinti und Roma. © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
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Der niederländische Holocaust-Überlebende Zoni Weisz las am 19. Oktober an unserem Stand aus seinem Buch „Der vergessene Holocaust“. © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
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Der Stand des Zentralrats und des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma auf der Frankfurter Buchmesse. © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse, der weltweit größten Bücherschau, haben das Dokumentationszentrum und der Zentralrat gezeigt, dass Roma Literatur keine Grenzen kennt.

Roma leben in Deutschland, in Europa, in der Welt. Und sie schreiben auch überall – entweder in Romanes oder in der jeweiligen Landessprache. Roma haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sowohl autobiographische als auch fiktionale Literatur verfasst. Das literarische Schaffen osteuropäischer Roma-Autoren war hierbei besonders fruchtbar.

Die Roma-Klassiker – zu denen Alexander Germano, Matéo Maximoff und José Heredia Maya gehören – haben in ihren Werken v.a. die soziale Wirklichkeit, die Ausgrenzung, das Elend und die Hoffnung beschrieben. Im deutschsprachigen Raum hatten jahrhundertlange Verfolgung und Vernichtung für lange Zeit zu einem literarischen Schweigen geführt, das erst jüngst mit autobiographischen Texten, vor allem über Holocaust-Erfahrungen, beendet wurde.

Auf der Buchmesse wurde den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern des Standes einen Überblick über die reiche Vielfalt der sog. „Roma-Literatur“ geboten, die bislang kaum ins öffentliche Bewusstsein vorgedrungen ist. Der Schwerpunkt der ausgewählten Literatur lag auf der Selbstrepräsentation der Angehörigen der Minderheit. Wir wollten primär keine Literatur „über“ Sinti und Roma zeigen, sondern Literatur „von“ Sinti und Roma, was sich auch an unserem Begleitprogramm gezeigt hat.

Flankiert wurde der Auftritt durch zahlreiche Begleitveranstaltungen, wie Lesungen, Podiumsdiskussionen oder Autorinnen, die am Stand über ihre Werke und ihre Erfahrungen als Kulturschaffende und Angehörige der Minderheit Auskunft gaben.

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