Heimat und Identität – Politisches Gespräch mit StS. Dr. Markus Kerber (BMI)

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Datum
23.05.2019
19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
Bremeneckgasse 2
69117 Heidelberg


Heimat und Identität sind zentrale Begriffe der gesellschaftlichen Selbstverständigung, die die aktuellen öffentlichen Debatten in Deutschland und Europa bestimmen. Sie werden jedoch immer zuerst von rechtspopulistischen und nationalistischen Kräften besetzt. Diese schüren damit häufig Vorurteile, Hass und Gewalt gegen Minderheiten, vermeintlich fremde Religionen und Geflüchtete. 

Das deutsche Grundgesetz als Grundlage unseres gesellschaftlichen Lebens in Demokratie und Rechtsstaatlichkeit widerspricht dagegen schon in Artikel 1 jeder Form menschenverachtender Einstellungen. Dies betonte auch der Bundesinnenminister Seehofer im März 2019 bei der konstituierenden Sitzung der „Unabhängigen Kommission Antiziganismus“, deren Einsetzung die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hatte. Sie soll sich mit Erscheinungsformen zum Themenkomplex Antiziganismus in Deutschland auseinandersetzen und, so der Wunsch des Ministers, einen Abschlußbericht mit substantiellem Gehalt liefern, der Bundestag, Bundesregierung und der Minderheit der Sinti und Roma gleichermaßen Vorgaben für einen respektvollen Umgang macht

Zu diesem Anlass findet am 23. Mai, um 19 Uhr im Dokumentations- und Kulturzentrum eine Podiumsdiskussion statt, zu der das Dokumentationszentrum und der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma alle Interessierten herzlich einladen. Auf dem Podium diskutieren Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, Dr. Frank Reuter, Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus und wissenschaftlicher Geschäftsführer  der Forschungsstelle Antiziganismus an der Universität Heidelberg, sowie Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats und des Dokumentations- und Kulturzentrums. 

Die Gesprächsrunde, bei der auch Raum für Fragen aus dem Publikum ist, soll über die Arbeit der Kommission informieren und die Aktualität der Problematik des Antiziganismus reflektieren, sowie darüber hinaus zur kritischen Debatte über aktuelle politische Themen wie den Heimat- und Identitätsbegriff anregen.

Eintritt frei