Am Sonntag, 23. August 2026, wurde in Halle-Osendorf das Mausoleum Josef Weinlichs feierlich eingeweiht. Nach umfassender Sanierung erinnert das Baudenkmal an die Kultur der Sinti und Roma, die während der nationalsozialistischen Diktatur fast vollständig aus Halle verschwand.
Für die nationale Minderheit spricht der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose: „Das Mausoleum erinnert an die lange Geschichte der Sinti in Deutschland und macht deutlich, dass Sinti mit ihrer 600-jährigen deutschen Geschichte selbstverständlicher Teil dieses Landes sind, das ihre Heimat ist. Ich danke Bund, Land und der Stadt Halle für die Sanierung, die ausdrückt, dass dieses Land auch durch Baudenkmale an die lange Geschichte der Minderheit erinnert.“
An der Einweihung nehmen unter anderem Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, Bildungsminister Jan Riedel sowie Nachfahren Josef Weinlichs teil. Schülerinnen und Schüler des Elisabeth-Gymnasiums berichten über ihre Erinnerungsarbeit.
Hintergrund
Das 1915 errichtete Mausoleum war 2024 vom Verfall bedroht. Die Rekonstruktion kostete rund 350.000 Euro und wurde aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt (157.000 Euro) sowie Eigenmitteln der Stadt Halle (35.000 Euro) finanziert.