Konferenz in Krakau „Is Auschwitz only sleeping?“

Sinti- und Roma-Narrative nach dem Holocaust
Zentralratsvorsitzender Romani Rose, Zeitzeuge Raymond Gureme und Bürgerrechtler Jesse Jackson am 1. August 2019 in Krakau © Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma / Jarek Praszkiewicz

Anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktages der Roma organisierten der Zentralrat und das Dokumentationszentrum unter Mitwirkung des Europäischen Roma-Instituts für Kunst und Kultur (ERIAC) und dem Internationalen Roma Jugendnetzwerk ternYpe eine internationale Fachkonferenz zum Thema „Perspektiven von Sinti und Roma auf den Holocaust“.

Die Konferenz brachte vom 31. Juli bis zum 1. August 2019 im Auditorium Maximum der Jagiellonen-Universität in Krakau wichtige Interessengruppen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen, um über Fragen der Repräsentation im Rahmen des Gedenkens und die kollektive Erinnerung von Sinti und Roma an der Schnittstelle von Kunst, Kultur, Wissenschaft zu reflektieren.

An der Tagung nahmen mehrere Hundert Jugendliche der Jugendveranstaltung „Dikh he na Bister“ aus ganz Europa teil. Einen Höhepunkt der Konferenz bildete die Grundsatzrede des afroamerikanischen Bürgerrechtlers Rev. Jesse L. Jackson Sr., dem Gründer der PUSH / Rainbow Coalition aus den USA, der als einer der Hauptredner des Gedenkens am 2. August in Auschwitz-Birkenau mit einer siebenköpfigen Delegation angereist war.

Flankiert wurde die internationale Kofenrenz durch eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst mit dem Titel „TEARS OF GOLD / SOWNAKUNE JASFA“, die von Dr. Krzysztof Gil und Dr. Anna Mirga-Kruszelnicka kuratiert wurde. Die Ausstellung zeigt Werke der Künstlerinnen Małgorzata Mirga-Tas, Valerie Leray, Emilia Rigova, Marcin Tas und Kalman Varady, die sich alle mit dem Thema der Erinnerung an den Holocaust befassen.