Romani Rose: Bürgerrechte für Sinti und Roma – Das Buch zum Rassismus in Deutschland

Schriftenreihe des Zentralrats, Band 1, Heidelberg, 1987.

Sinti und Roma wurden ebenso wie die Juden Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes. Eine halbe Million Angehörige der Minderheit fielen dem Holocaust zum Opfer und wurden in Konzentrationslagern und durch die SS-Einsatzgruppen ermordet. Sinti und Roma, die den NS-Völkermord überlebt hatten, wurden nach 1945 zur Abwehr von Entschädigungsansprüchen systematisch kriminalisiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Die erste Publikation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma zeigt eindrucksvoll auf, wie sich die seit 1979 neu entstandene Bürgerrechtsbewegung für Gleichbehandlung und Anerkennung der Sinti und Roma als eine alteingesessene Minderheit und gegen den in der neugegründeten Bundesrepublik fortdauernden Rassismus engagierte.

Leider vergriffen. Einsehbar unter anderem in der Bibliothek des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma.

Verwandte Themen und Beiträge:

Geschichte der Organisation

Der Völkermord an der Minderheit der Sinti und Roma wurde jahrzehntelang geleugnet. Dies und die kontinuierliche Diskriminierung begann sich erst allmählich zu ändern mit der politischen Selbstorganisation der Betroffenen und der Gründung einer Bürgerrechtsbewegung, die seit Ende der Siebzigerjahre durch öffentliche Veranstaltungen auf ihr Anliegen aufmerksam machte. ... mehr

Antidiskriminierungsarbeit

Obwohl nationale wie auch internationale gesetzliche Instrumentarien umfassende Schutzmöglichkeiten vor Diskriminierung vorsehen, sind rassistische Diskriminierungen ebenso wie Diskriminierungen wegen des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität in Deutschland und Europa nicht nur eine Randerscheinung, sondern zählen zur Alltagserfahrung. ... mehr