Staatsminister Michael Roth begrüßt Einrichtung eines Europäischen Roma Instituts für Kunst und Kultur in Berlin

StM-Roth-ERIAC
„Platz der Sinti und Roma ist in der Mitte der Gesellschaft“ – Staatsminister Michael Roth (Copyright Auswärtiges Amt)

Der Europarat hat Beschlüsse zur Gründung eines Europäischen Roma Instituts für Kunst und Kultur verabschiedet. Gemeinsam mit dem Europarat und der Open-Society-Stiftung haben Künstler und Vertreter der größten ethnischen Minderheit Europas seit Jahren beharrlich Überzeugungsarbeit geleistet. Auch der Zentralrat der Sinti und Roma in Deutschland war von Beginn an intensiv eingebunden.

Das Institut soll mit Projekten in ganz Europa dazu beitragen, dass Vorurteile gegen Sinti und Roma abgebaut werden. Den Europa-Staatsminister freut es vor allem, dass das Institut seinen Sitz in Berlin haben wird. Die Bundesregierung hat sich gerne bereit erklärt, das Institut in Berlin anzusiedeln. „Ich freue mich über die Zusammenarbeit mit den Partnern und begrüße den Standort Berlin“, äußerte sich der Generalsekretär des Europarates Thorbjorn Jagland hierzu.

Historische Verantwortung Deutschlands

„Berlin ist eine hervorragende Wahl! Deutschland steht zum einen aus historischen Gründen in besonderer Verantwortung gegenüber den Sinti und Roma. Das heutige Berlin ist eine besonders vielfältige, bunte, tolerante und weltoffene europäische Metropole. Ich bin überzeugt, dass von Berlin aus kreative Ideen und innovative Impulse für die europaweite Arbeit des Instituts ausgehen werden. Zum Erfolg dieser Arbeit wollen wir aktiv beitragen. Deshalb werden wir als Auswärtiges Amt Projekte des Instituts fördern“, so Roth.

Nach wie vor sind Vorurteile gegenüber und Diskriminierung von Sinti und Roma in ganz Europa traurige Wirklichkeit. Das Auswärtige Amt engagiert sich bei der Bekämpfung des Antiziganismus in Europa auch im Rahmen der OSZE-Präsidentschaft. Außerdem hat es seit dem vergangenen Jahr einen Sonderbeauftragten für internationale Belange von Sinti und Roma.

Staatsminister Michael Roth unterstrich:

„Das Auswärtige Amt ist eben in besonderer Weise dem weltweiten Schutz von Menschenrechten verschrieben. Würde, Achtung und die faire Chance auf ein selbstbestimmtes Leben in der Mitte und nicht am Rand der Gesellschaft steht allen zu. Der Schutz von Minderheiten wie der Sinti und Roma sind unveräußerliches Fundament unseres wertegebundenen, aber für alle Religionen, Ethnien und Kulturen offenen und inklusiven europäischen Gesellschaftsmodells.“